Benjamin Kummer | Fotografie


kummer.benjamin@gmail.com

studien-2016-09

Studien auf Barytpapier, je 12*10 cm, Unikate

Blüten Fotogramme

Großformatige Fotogramme von Blüten und Blättern Barytpapier, 60*90 cm

Das Kamprath-Kober-Projekt

Das Kamprath-Kober Projekt ist der Versuch einer Befragung des Bildes im Zeitalter einer Überfülle an Fotografien. Jene Befragung geht dabei den Weg einer analogen Reproduktion digitaler Bilder, indem diese in der Dunkelkammer mittels zuvor definierter Grauwerte rekonstruiert werden. Der Titel der Arbeit resultiert aus den beiden Namen der Männer, ohne die die technische Realisierung jenes Vorhabens nicht möglich wäre.

Prozessdefinition KKP

Prozessdefinition des Kaprath-Kober-Projektes

Unschärferelation

Versteht man 'die klassische Erzählung der Entwicklung moderner Kunst [...] als Weg zunehmender Abstraktion' (Wolfgang Ulrich:381 in 'Ordnungen der Sichtbarkeit'), so stellt sich die Frage danach, an welchem Punkt ein Bild kippt, bis zu welchem Grad der Abstraktion ein Foto als darstellende Fotografie wahrgenommen wird, und ab welchem Punkt es zur bildgebenden Fotografie wird (vgl. Systematik bei Gottfried Jäger). Die Arbeit 'Unschärferelation' begibt sich auf die Suche eben hiernach, indem mittels Versuchsanordnungen experimentell die Frage nach dem 'Umbruch' einer Fotografie von einer konkreten Darstellung in eine abstrakte Form (vice versa) gestellt wird.

Ansichten des Digitalen

Byung-Chul Han formuliert in seinem Essay "Im Schwarm. Ansichten des Digitalen" Besorgnis. Kommunikation im digitalen Zeitalter fände als öffentliche Selbstdarstellung statt, die digitalen und 'sozialen' Medien dienten nurmehr als Verstärker des eigenen Ego, das Gegenüber als 'der Andere', als Zuhörer und Kommunikationspartner würde verschwinden. Verfolgt man diesen Gedanken von Han, so findet jene Veränderung der Kommunikation seine symbolische Verdichtung in unserem heutigen Umgang mit unseren mobilen Telefonen und Taschencomputern als unseren einzig steten Lebensabschnittsgefährten. Die Serie "Ansichten des Digitalen", in konkretem Rückbezug zu Han's Titel und Arbeit, nimmt eben jenes Phänomen der digitalen Kommunikation in den Fokus und blickt auf die Displays wie in die Gesichter unserer Mitmenschen, durch das Auge, durch die Kamera eines IPhone4s.